FarmBot Hamburg

Das Projekt FarmBot ist der Startschuss für die Beschäftigung mit Landwirtschaft und dem Leben im urbanen und ländlichen Raum. Zunächst soll der FarmBot in Hamburg zeigen, wie wir mir Open Source Hardware und künstlicher Intellilgenz Pflanzen smarter anbauen und ertragreich ernten können.

Warum beschäftigen wir uns mit Landwirtschaft?

Laut verschiedenen Quellen wird die Weltbevölkerung bis 2050 voraussichtlich 9,1 Milliarden Menschen erreichen , also rund 20 % mehr als 2021. Von diesen 9,1 Milliarden Menschen werden schätzungsweise 70 % in städtischen Gebieten leben, im Gegensatz zu den heute beobachteten 55 %. Darüber sank das Niveau der extremen Armut während des letzten Jahrhunderts, wodurch mehr Menschen Zugang zu einem besseren und vielfältigeren Ernährungsangebot haben. Zusammen mit der erwarteten Zunahme von biobasierten Ressourcen wie Kunststoffen oder Biokraftstoffen , muss die landwirtschaftliche Produktion um etwa 70 % steigen, um den weltweiten Bedarf an Rohstoffen und Lebensmitteln zu decken.

Was machen wir?

In der Fab City Hamburg glauben wir, dass neue Technologien wie künstliche Intelligenz
(KI) und Maschinelles Lernen (ML), zusammen mit Robotik und Internet der Dinge (IoT) dabei helfen können, einige der oben genannten Herausforderungen zu lösen.

Damit diese Technologien und ihre Anwendung jedoch greifbar werden, müssen sie global zugänglich werden und nicht nur das Privileg der reichen Länder und Bauern sein.
Das ist der Hauptgrund, warum wir uns für ein Open Source Framework entschieden haben, das es ermöglicht, die Informationen einfach zu teilen und für jede:n zugänglich zu machen, die/den es interessiert. Darüber hinaus ermöglicht dies ein Community-gesteuertes Wachstum auf globaler Ebene, das heißt jede:r auf dem Planeten kann zum Projekt frei beitragen und es nutzen, um Wissen zu demokratisieren.

Einer unserer Vorschläge ist es, einige der mühsamsten und anstrengendsten landwirtschaftlichen Tätigkeiten durch KI/ML-basierte Robotersysteme zu automatisieren, wodurch die allgemeinen Arbeitsbedingungen verbessert werden würden. Die Implementierung eines automatischen Unkrauterkennungs- und -entfernungssystems würde zum Beispiel den Landwirt:innen ermöglichen, sich auf andere möglicherweise wichtigere Aufgaben zu konzentrieren und sie zu entlasten.

Die meisten modernen KI- und ML-Modelle, die zur Lösung bildbezogener Aufgaben verwendet werden, erfordern eine beträchtliche Anzahl von Beispielen, um die gewünschten visuellen Muster zu lernen. Die Sammlung der vorgenannten Beispiele sind die sogenannten Datensätze. Größe und Qualität der Datensätze sind entscheidende Faktoren für die Qualität der resultierende KI/ML-Modelle.

Deswegen werden wir einige Anstrengungen darin investieren, smarte landwirtschaftlihce Robotersytem innerhalb der Fab City Hamburg zu konstruieren und sie werden sehr eng verlinkt sein mit der Zusammenstellung der offenen Datenquellen, die für das Training und die Bewertung der entwickelten KI/ML-Modelle erforderlich sind.

Wie machen wir das?

Wir glauben fest daran, dass die Zusammenarbeit in multidisziplinären Teams mit Menschen aus unterschiedliche Hintergründen der Schlüssel zur Bewältigung dieser Art von herausfordernden Problemen ist. Nahrung ist kulturübergreifend und verbindet. Wir alle brauchen sie und wir sind auf die Gesundheit des Planeten, auf dem wir alle leben, angwiesen.

Daher war einer der ersten Schritte, die wir in diesem Projekt unternommen haben, die Schaffung eines lokalen, regionale und internationale Gemeinschaft. Das lokale und regionale Team wird von Mitgliedern des Fab City Hamburg e.V. ,der Hamburger Klimaschutz Stiftung und der Helmut-Schmidt-Universität getragen. Auf internationaler Ebene ist das Fab-City-Netzwerk das Haupttor für die Zusammenarbeit.

Während des Fab City Summit, der im August 2021 stattfand, hatten wir als Team die Gelegenheit, nicht nur unsere Ambitionen, sondern vor allem unsere Mission und Vision für dieses Projekt zu teilen. Dieser Austausch führte zu einem sehr bereichernden und konstruktiven Austausch und Diskussionen mit der internationalen Gemeinschaft und eröffnete die Chance für zukünftige Kooperationen.

Das Projekt in den sozialen Medien

Das FarmBot Projekt präsentiert sich auf dem Account „KI für Schafe“ auch auf Instagram

Ansprechpartnerinnen: Jennifer Wilke (Fab City Hamburg e.V.) und Andje Stamer (Gut Karlshöhe)