Das Handwerk und Fab City

Gemeinsam mit der Handwerkskammer Hamburg wollen wir aufzeigen, wie eine innovative, nachhaltige und digitale Zukunft des Handswerks aussehen kann. Das haben wir in einem Positionspapier festgehalten.

„Fab City bietet große Potenziale für neue Geschäftsmodelle im Handwerk. Zum einen stärken neue Produktionsmaschinen die für das Handwerk wesentlichen Arten der Fertigung. Unterschiedliche Materialien lassen sich auf Grundlage von offenen Fertigungsdaten aus dem Netzwerk noch effizienter, automatisiert und niedrigschwellig individualisiert bearbeiten.

Zusätzlich hat der Handwerker die Möglichkeit, Designs noch leichter selbst anzupassen und noch spezifischer auf Kundenbedürfnisse einzugehen. Dies setzt für das Handwerk bei Bedarf („on demand“) technisch einwandfrei funktionierende und verfügbare Produktionsmaschinen voraus. Zum anderen kann der Handwerker in Workshops den Kunden auch direkt einbeziehen und mit ihm zusammen unter Anleitung gewünschte Produkte fertigen, was die Bindung zum Produkt nochmals erhöht. Dies geschieht bereits in einzelnen Gewerken, beispielsweise bei Goldschmieden und könnte im großen Stil noch einmal neue Kundschaft in Richtung des lokalen Handwerks weisen.

Ein weiteres Geschäftsfeld entsteht im Aftersales-Bereich durch neue Möglichkeiten der Reparatur von Konsumgütern (Recht auf Reparatur wurde als Gesetz bereits verabschiedet), da aus den Produktdaten alle hierfür notwendigen Informationen (z.B. Geometrien, Zukaufteile, Zusammenbauzeichnungen) hervorgehen. Insgesamt ermöglicht die Nutzung der Plattform durch Handwerker ein vereinfachtes “Suche-Biete-Matching” zwischen Bedarfsträgern und Produktionsbetrieben, wodurch Fertigungsaufträge effizient eingeholt, verwaltet und ggf. auch in arbeitsteiliger Weise durch mehrere beteiligte
Betriebe abgearbeitet werden können.“ [Auszug]